Brandschutz Zuhause

Inhalt

  1. Brandschutz im Haus – Allgemeine Verhaltensregeln
  2. Checkliste für ein sicheres Zuhause
  3. Heimrauchmelder

1. Brandschutz im Haus – Allgemeine Verhaltensregeln

Immer wieder sterben Menschen bei Wohnungsbränden, und es entstehen hohe Sachschäden in Millionenhöhe. Durch einfache Verhaltensregeln können Sie einem Brand in Ihrer Wohnung vorbeugen.

Bereiche des vorbeugenden Brandschutzes

Kellergeschoss

Kellerbrände stellen oft eine größere Gefahr für Hausbewohner dar als Dachstuhlbrände, da der Brandrauch in Treppenräume und Wohnungen gelangen kann.

Vorbeugende Maßnahmen:

  • Wohnungseingangstüren geschlossen halten.
  • Anweisungen der Feuerwehr unbedingt befolgen.
  • Kellerbereiche von brennbaren Materialien freihalten.
  • Neubauten: feuerbeständige Wände/Decken, selbstschließende Türen zu Treppenräumen.
  • Altbauten: freiwillige Verbesserung durch Eigentümer möglich.
  • Keine Lagerung von brennbaren Flüssigkeiten über 20 Liter.
  • Druck- und Flüssiggasbehälter im Keller verboten.

Weitere Hinweise:

  • Kellertüren feuerhemmend, selbstschließend und verschlossen halten.
  • Hausanschlussräume kennzeichnen.
  • Absperrvorrichtungen (Gas, Wasser, Strom) zugänglich halten und Türen beschriften.
  • Kellergänge frei halten und sauber halten.
  • Elektrische Beleuchtung nutzen, kein offenes Licht.
  • Reinigungsöffnungen der Schornsteine zugänglich halten.
  • Eingefrorene Wasserrohre nie mit offener Flamme auftauen.
  • Zuluftöffnung von Heizräumen offen halten, Feuerlöscher zugänglich halten.

Wohnräume

Häufigste Brandursache: defekte oder veraltete elektrische Geräte.

Sicherheitsregeln:

  • Reparaturen an Gas- und Elektrogeräten nur vom Fachbetrieb durchführen lassen.
  • Eingeschaltete Elektrogeräte niemals unbeaufsichtigt lassen.
  • Brennbare Gegenstände von Wärmequellen fernhalten.
  • Lagerung brennbarer Flüssigkeiten, Altpapier und feuergefährlicher Abfälle vermeiden.
  • Offenes Feuer (Kerzen, Adventskränze) nie unbeaufsichtigt lassen.
  • Rauchfang regelmäßig kehren und Therme/Heizgeräte warten.
  • Staub hinter elektrischen Geräten reinigen.
  • Beschädigte Kabel tauschen oder reparieren.
  • Elektroinstallationen von zertifizierten Elektrounternehmen durchführen lassen.
  • Fehlerstromschutzschalter (FI) einmal im Jahr testen.
  • Nie im Bett rauchen.
  • Flammen durch Aufsetzen eines Topfdeckels ersticken.
  • Brennendes Fett oder Öl nicht mit Wasser löschen (Fettexplosion).

Dachböden

Typische Ursachen: Brandstiftung, Kinder spielen mit Feuer, unvorsichtige Personen.

Sicherheitsmaßnahmen:

  • Türen abschließen und Dachböden entrümpeln.
  • Treppenaufgänge und Podeste nie als Abstellplatz benutzen.
  • Rauchen oder offenes Feuer vermeiden.
  • Leitern für Dachausstiege sicher und begehbar bereitstellen.

2. Checkliste für ein sicheres Zuhause


3. Heimrauchmelder

Rauchgasvergiftung ist eine häufige Todesursache bei Wohnungsbränden. Die meisten Opfer sterben nachts, da Feuer dort oft unbemerkt bleibt.

Funktionen:

  • Optische Messung der Rauchpartikel.
  • Alarmton ≥85 dB, hörbar auch durch geschlossene Türen.
  • Batterie betrieben (9V), Lebensdauer 1–2 Jahre, warnt bei schwacher Batterie.
  • Vernetzbar per Funk/Kabel für größere Häuser.

Installation:

  • Auf Zimmerdecke, möglichst Raummitte.
  • Vor Schlafräumen und in Schlafzimmern installieren.
  • Kinderzimmer schützen.
  • In Fluren mehrstöckiger Häuser installieren.
  • Rauchmelder im Keller sinnvoll.
  • Nicht in Küche oder Bad (Täuschungsalarm durch Dampf).
  • Staubige Räume meiden.
  • Vernetzte Geräte in größeren Häusern empfehlen.